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SIE entscheiden WER entscheidet!


 

Manchmal ändert sich das Leben von einem Moment auf den Anderen.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, lassen Sie sich unverbindlich beraten!

Die so genannte rechtliche Betreuung (§§ 1896, 1897 BGB) wird von vielen Bürgern als Einmischung des Staates empfunden. Nicht so bekannt ist die Möglichkeit einer privatrechtlichen Bevollmächtigung nach § 1896 Abs. 2 Satz 2 BGB, die als Versorgungsvollmacht vorgesehen ist. Eine private Vorsorgevollmacht hat Vorrang vor einer gerichtlichen Betreuerbestellung.

Das entspricht auch Art. 1 und 2 des Grundgesetzes, die Pflicht des Staates die Menschenwürde zu achten und zu schützen. Möchte ein Bürger die Einmischung staatlicher Organe im Fall des Alters und Krankheit ausschließen oder auf ein Minimum beschränken, so kann er eine Person seines Vertrauens mit einer Vorsorgevollmacht ausstatten. Diese Vertrauensperson ist geeignet und befugt, fast sämtliche Erklärungen und Handlungen für ältere oder kranke Menschen gegenüber Behörden, Banken und anderen Institutionen vorzunehmen.

Deswegen heisst die Vollmacht auch Vorsorgevollmacht, weil sie im Stadium voller Geschäftsfähigkeit vorsorgend wegen einer etwaigen Verschlechterung der Gesundheit in der Zukunft erteilt wird.

Wenn eine Person handlungsunfähig wird, dann kann automatisch keine andere Person für diese Person handeln, nicht einmal der Ehegatte, die Kinder, Eltern, oder die Geschwister, auch nicht der Lebensgefährte, Lebenspartner, Freund oder Freundin.

Die Handlungsunfähigkeit kann spontan eintreten, z.B. durch Schlaganfall, Herzinfarkt, sie kann sich auch schon länger abzeichnen, z.B. durch Vergesslichkeit, Altersdemenz, Alzheimer.

Die Handlungsunfähigkeit kann auch durch einen Autounfall eintreten und somit auch jüngere Menschen tagtäglich treffen.

Im Krankenhaus bekommen Angehörige, z.B. Ehegatte, Kinder, Eltern, Geschwister, Lebensgefährte, Lebenspartner, Freunde, oft keine Auskunft vom Arzt über den Zustand einer handlungsunfähigen Person. Die Ärzte berufen sich hier auf ihre Schweigepflicht.

Wenn also eine Person plötzlich handlungsunfähig wird, kommt es darauf an, ob diese Person vorher, also vor der Handlungsunfähigkeit, bereits einer Vertrauensperson eine Vollmacht erteilt hat. In diesem Fall kann der Bevollmächtigte handeln und bekommt auch Auskunft vom Arzt, sofern die Vollmacht vom Inhalt her die benötigten Bereiche umfasst.

Eine etwa bestehende Bankvollmacht reicht bei weitem nicht aus, um alle dann notwendigen Dinge zu erledigen.

Eine Generalvollmacht dagegen deckt alle Bereiche ab.

Diese deckt alle Bereiche und Eventualitäten für jetzt und künftig sowohl im Vermögensbereich, als auch im persönlichen Bereich, ab, z.B. Befreiung der Ärzte von der Schweigepflicht, Einwilligung in Operationen, Abschluss eines Heimvertrags, Einwilligung in eine Fixierung oder ein Bettgitter, und vieles, vieles mehr.

Unterschiede General- und Vorsorgevollmacht - Gesetzliche Betreuung:

Eine Vollmacht kann nur derjenige erteilen, der im Zeitpunkt der Vollmachtserteilung noch geschäftsfähig ist. In manchen Fällen, bei denen noch eine Vollmacht beurkundet werden soll, ist es für mich schwierig, zu entscheiden, ob die betreffende Person noch geschäftsfähig ist. In diesem Fall muss dann ein ärztliches Attest vorgelegt werden.

Deshalb ist es wichtig, dass man die Vollmacht rechtzeitig macht. Da niemand weiß, wann eigentlich rechtzeitig“ ist, sollte jeder sofort eine Vollmacht errichten, sofern er eine oder mehrere Vertrauenspersonen hat.

Wenn man eine Vollmacht errichtet hat, hat man diese zu Hause liegen und ist jederzeit sofort handlungsfähig.


Oft sind Dinge zu erledigen, die eilig sind, z.B. die Einwilligung in eine Operation, die Übersiedlung des Betroffenen vom Krankenhaus direkt in ein Pflegeheim, die Regelung der Kosten, usw.

Eine gesetzliche Betreuung ist ein gerichtliches Verfahren, welches zunächst eingeleitet und durchgeführt werden muss.


Die gesetzliche Betreuung wird durch das Betreuungsgericht angeordnet. Betreuungsgericht ist das Notariat am Wohnort des Betroffenen zum Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens.


Stationen in diesem Verfahren sind z.B. die Einholung eines nervenfachärztlichen Gutachtens, die Einholung eines Sozialberichts durch die Betreuungsbehörde, sowie die persönliche Anhörung des Betroffenen durch das Betreuungsgericht.

Das alles benötigt Zeit!

Wenn etwas passiert, kann der Bevollmächtigte noch am selben Tag mit der Vollmacht handeln ohne jeden Zeitverlust, oder z.B. im Krankenhaus Auskunft vom Arzt erhalten.

Eine Vollmacht ist eine freiwillige private Erklärung. Das Verhältnis zwischen demjenigen, der die Vollmacht gibt = Vollmachtgeber und demjenigen, der die Vollmacht bekommt =

Bevollmächtigter, ist ein rein privates Verhältnis, in das sich in der Regel von außen kein Amt und keine Behörde einmischen.

Bei der gesetzlichen Betreuung gibt es gesetzliche Vorgaben und Pflichten, z.B. muss der Betreuer einmal jährlich beim Betreuungsgericht einen persönlichen Bericht über den Betreuten sowie eine Rechnungslegung bzw. Vermögensübersicht einreichen, was dann vom Betreuungsgericht geprüft wird.


Für bestimmte Rechtsgeschäfte braucht der Betreuer die Genehmigung des Betreuungsgerichts, z.B. bei Umbuchungen von Geld, Kündigung der Mietwohnung des Betreuten, Verkauf einer Immobilie. Bevor die Genehmigung erteilt werden kann, ist ein gerichtliches Verfahren durchzuführen, welches Zeit kostet.

Bei einer Generalvollmacht ist es einfacher.


Es gibt keine bürokratischen Hindernisse und Pflichten gegenüber dem Betreuungsgericht. Entscheidungen des Bevollmächtigten sind sofort und ohne Zeitverlust möglich, da kein Betreuungsgericht irgendetwas genehmigen muss.

Bei einer Vollmacht kann der Vollmachtgeber die Personen, die einmal für ihn handeln sollen, frei auswählen und in die Vollmacht eintragen lassen.

Bei einer gesetzlichen Betreuung erfolgt die Auswahl des Betreuers durch das Betreuungsgericht. Das Betreuungsgericht kann auch eine fremde Person zum Betreuer bestellen. Eine 100%-ige Sicherheit, dass ein Angehöriger zum Betreuer bestellt wird, gibt es nicht.

Bei einer Vollmacht haben Sie die absolute Selbstbestimmung der Personen, die im Ernstfall für Sie handeln sollen.


Bei einer gesetzlichen Betreuung ist die Regel, dass nur ein Betreuer bestellt werden kann. Wird ein Familienangehöriger zum Betreuer bestellt, müssen sich die Angehörigen absprechen und einigen, wer zum Betreuer bestellt werden soll.

Die Vollmacht erlischt nicht durch den Tod des Vollmachtgebers.


Das bedeutet, dass der Bevollmächtigte auch nach dem Tod des Vollmachtgebers nahtlos und ohne Zeitverlust alle Geschäfte erledigen und auch bezahlen kann, z.B. Bestattung, Kündigung der Wohnung oder von Abonnements, usw.


Oft sperrt die Bank das Konto eines Verstorbenen und verlangt von den Erben einen Erbschein. Die Erteilung eines Erbscheins ist jedoch erst nach Durchführung eines nachlassgerichtlichen Verfahrens möglich und kostet deshalb Zeit.

Mit einer Generalvollmacht bekommt man sofort wieder Geld, die Bank hebt die Kontosperrung auf!

Die gesetzliche Betreuung endet mit dem Tod. Der Betreuer kann nach dem Tod des Betreuten nicht mehr handeln.


Hat die Bank das Konto des Verstorbenen gesperrt, bleibt dies so lange gesperrt, bis die Angehörigen vom Nachlassgericht die benötigten Papiere erhalten haben.

Wenn man eine Vollmacht hat, dann kann der Bevollmächtigte auch bei rein körperlicher Handlungsunfähigkeit oder Abwesenheit für den Vollmachtgeber handeln, z.B. Sturz, Beinbruch, schlechtes Gehen oder Sehen, körperliche Schwäche, Abwesenheit durch Krankenhausaufenthalt, Kur, Reha, Urlaub, Abwesenheit der Kinder beim Studium.


Dies kann das Leben einer Person und die Erledigung der nötigen Angelegenheiten wesentlich erleichtern.

Eine gesetzliche Betreuung scheidet hier aus, da die Voraussetzungen nicht vorliegen.

Eine Vollmacht ist somit auch sehr wertvoll, wenn überhaupt nichts passiert ist. Denn der Bevollmächtigte kann jederzeit irgendetwas für den Vollmachtgeber erledigen, wenn dieser dies möchte, z.B. weil er gerade körperlich ein Problem hat, in Urlaub ist, keine Zeit oder Lust hat, usw.


Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich !

Telefon: 02333.2040