Liebe Leserin, lieber Leser,

für uns alle ist es eine schreckliche Vorstellung: Nach einem lebensgefährlichen Unfall oder einem Hirnschlag im Wachkoma zu liegen und nur noch durch medizinische Apparate am Leben gehalten zu werden. Oder wegen einer schweren Demenz nicht mehr selbstständig essen und trinken zu können - geschweige denn, sich um seine sonstigen alltäglichen Angelegenheiten kümmern zu können.

In Deutschland stehen täglich tausende Angehörige vor der Entscheidung, welche lebenserhaltenden Maßnahmen im Sinne einer nahestehenden Person sind, wenn sich diese nicht mehr selbst äußern kann. Das kann die verzweifelten Angehörigen in diesem emotionalen Schockzustand immens unter Druck setzen.

Doch noch schlimmer ist es, wenn Sie keinerlei Vorsorgeregelungen getroffen haben. Dann wird oft vom zuständigen Amtsgericht eine wildfremde Betreuungsperson als Vormund für Sie als Patienten bestimmt, der nebenbei auch über all Ihre Konten und Ihr Vermögen verfügen und darüber bestimmen darf, wer noch Kontakt zu Ihnen haben darf – und wer nicht!

Auch wenn das jetzt wie ein weit entferntes Horrorszenario klingt – die erschreckende Wirklichkeit sieht leider anders aus... Wussten Sie, dass Ihre Kinder im Krankenhaus vergeblich nach Auskünften zu Ihrem Gesundheitszustand fragen werden, wenn Ihnen etwas zustößt? Selbst wenn Sie hilflos im Krankenbett liegen, dürfen die Ärzte nicht einfach Ihre Angehörigen informieren.