Wie sieht ein privatrechtliches Betreuungsverhältnis aus?

Im Gegensatz zur gesetzlichen Betreuung legt bei der privatrechtlichen Betreuung der Betreute frühzeitig eigenständig fest welche Betreuungsleistung er in Zukunft wünscht. Dies hat den großen Vorteil das er selbstbestimmt diesen Prozess steuert. Die notwendigen Unterstützungsleistung können sein

•   Organisation des Schriftverkehrs

•   Umgang mit Krankenkasse, Rentenversicherung

•   gemeinsame Auswahl eines geeigneten Wohnumfeldes, wie Heim oder eigene Wohnung

•   Organisation von Pflege und Haushaltsunterstützung

Die gewünschte Unterstützungsleistungen werden vorab festgelegt, in einem Vertrag dokumentiert.

Immer mehr Betroffene haben jedoch keine eigenen Angehörigen oder diese genießen nicht das erforderliche Vertrauen. Dann wird einer außenstehenden Person des Vertrauens eine Vorsorgevollmacht erteilt. Der Betroffene hat dann selbst die Person seines Vertrauens ausgewählt und läuft nicht Gefahr, dass er später einmal vom Vormundschaftsgericht einen fremden Betreuer vorgesetzt bekommt Eine gesetzliche Betreuung wird durch die Vorsorgevollmacht vermieden.

Das Innenverhältnis  zwischen dem Vollmachtgeber  und dem Bevollmächtigten wird in einem Geschäftsbesorgungsvertrag geregelt.

Die Vergütung wird im Innenverhältnis (im Geschäftsbesorgungsvertrag) mit dem Vollmachtgeber vereinbart. Es können Stundensätze oder auch ein Pauschalbetrag vereinbart werden. Gesetzliche Vorgaben oder Regelungen hierzu gibt es nicht.


Aktuelle Top-Angebote der Telekom, Online-Vorteile, Attraktive Prämien